Hamburg - der Heimathafen

Eine karibische Kaffeebude auf dem Fischmarkt!

4/20/2026

Hamburg - der Heimathafen

Ich stelle euch meinen Heimathafen vor: Hamburg! Der Hamburger Hafen ist ja der größte Seehafen Deutschlands und nach Rotterdam und Antwerpen, der drittgrößte Europas. Aber tausendmal geiler als die anderen beiden, weil wir haben ja auch die Elbe und historisch ist eine Menge hier passiert. Ich bin gerade so ein bisschen am Hafen langgelaufen und habe mal die Kaimauern mit dem Zollstock nachgemessen und bin auf eine Länge von 43 Kilometern gekommen. So lang sind die Kaimauern mit über dreihundert Liegeplätzen.

Hamburg hat ja auch vier Kreuzfahrtterminals, wo ihr losfahren und ankommen könnt. Einen in der Hafencity, der ist ganz neu. Dann gibt's einen in Altona, einen kleinen noch am Baakenhöft und Steinwerder. Da sind die Riesenpötte. So dreihundertdreißig Meter Länge und bis zu dreizehn Meter Tiefgang. Nicht so schön, ehrlich gesagt. Kannst du gleich im Frachtterminal abfahren, aber funktional. Viel von Hamburg kriegst du nicht mit in Steinwerder. Am schönsten ist eigentlich, wenn du in der Hafencity losfährst.

Vom 8. bis 10. Mai feiert Hamburg seinen Hafengeburtstag, den 837. in diesem Jahr. Ich weiß noch genau, wie der erste war. Über eine halbe Million Menschen gehen an der Elbe rauf und runter. Einer der Höhepunkte ist immer das Schlepperballett. Diese Schlepper, die tanzen auf der Elbe zur Musik. Allerdings musikalisch habe ich da ein paar Vorschläge. Vielleicht auch mal zu Tom Petty und ZZ Top. Dann wäre das Schlepperballett ein bisschen schneller. Wie kommt ihr dahin? Ganz einfach: Am besten fahrt ihr mit der U3. Das ist die schönste Strecke. Direkt am Hafen lang. Steigt ihr Baumwall aus oder Landungsbrücken.

Museumshafen Övelgönne: Das ist im Hamburger Hafen wie so ein kleines altes Fischerdorf. Viele historische Schiffe wie der Eisbrecher Stettin sind hier. Der macht immer noch Sonderfahrten. Unter Dampf. Sieht man von weitem schon, dass es echt ein Dampfer ist. In Övelgönne gibt's viele Biergärten und dort beginnt der Elbstrand. Also quasi die Copacabana von Hamburg. Da geht man dann lang bis zur Strandperle und nimmt einen kleinen Sundowner. Wie kommt man da hin? Am besten, ihr macht so eine kleine Hafenrundfahrt. Wenn ihr das Deutschland-Ticket habt, könnt ihr es sogar nutzen. Mit der Hadag Linie 62 ab Landungsbrücken Richtung Finkenwerder. Dann steigt ihr in Neumühlen aus, direkt am Museumshafen Övelgönne.

Frau Hedi: Die etwas andere Hafenrundfahrt auf der schwimmenden Discobarkasse mit schriller Musik. Da läuft nicht null acht fünfzehn Mucke, ist zum Glück Modern Talking freie Zone. Da kannst du auch mal zu bulgarischer Polka tanzen an Bord. Landungsbrücke 10, die Rückseite, da ist der Einstieg meist ab 19 Uhr. Und immer zur vollen Stunde, kann wieder aus- und eingestiegen werden. Bitte keine Junggesellenabschiede, auch keine Scheidungen. Am besten vorher online die Tickets: Frau Hedi Website.

JESSY: Die Karibik-Kaffeebude auf dem Hamburger Fischmarkt. Reggae früh morgens um fünf geht's schon los und zwar bei Jessy aus Barbados. Kurz vor der Fischauktionshalle hat er da seinen kleinen Wagen mit vielen bunten Aufklebern und geiler Reggae-Mucke. Ihr erkennt ihn schon von weitem an seinen langen Rastazöpfen und dann schreit er immer, wenn er seinen Kaffee zapft "legga, legga, legga"! Müsst ihr unbedingt hin. Ich trinke immer den Hipster Cappuccino mit Hafermilch für vier Euro. Verdammt gute Laune. Ich kann nur sagen, dieser Junge ist Gold wert. Was wären wir doch kulturell arm ohne solche Leute...

Und ganz wichtig: Immer eine Handbreit Wasser bis nach Kiel!